Industrielandschaft 2018-05-02T15:06:05+00:00

Project Description

Julia Pohle

Industrielandschaft

Das heutige Thyssenkrupp Gelände ist seit über 100 Jahren Bestandteil der Duisburger Landschaft. Schornsteine, Hochöfen und der Dampf der Kühltürme sind charakeristisch für die Skyline des Ruhrgebiets.  Über insgesamt 1000 Hektar erstreckt sich die Industrielandschaft im Duisburger Norden und ist damit das größte Stahlwerk Europas. Ingesamt fünf Werke beheimatet das Gelände. Direkt am Rhein liegen die Werke Beeckerwerth, Bruckhausen und Schwelgern, welche die erzeugten Produkte über den eigenen Werkshafen direkt in die gesamte Welt verschickt. Mit ca. 14.000 Mitarbeitern ist die Thyssenkrupp Steel Europe AG einer der größten regionalen Arbeitgeber.

Kamin einer Filteranlage
Hochofen 8

Kamin einer Filteranlage Der rund 100 Meter hohe Kamin ist Teil einer der weltweit größten Tuchfilteranlagen für den Sinterprozess. Im Sinterprozess werden die feinkörnigen Eisenerze mit Koks und anderen Stoffen wie Kalk vermengt, erhitzt und zusammengebacken. Dieses Gemisch wird zu Brocken zerkleinert und abgekühlt. In dieser grobstückigen Form sind die verbackenen Rohstoffe – der sogenannte Sinterkuchen. Zur Herstellung des Sinterkuchens ist heiße Saugluft erforderlich, die nach dem Prozess mit Staub beladen ist. Die moderne Tuchfilteranlagen kann ca. 99,9 prozent des Sinterstaubs einfangen.

Der Hochofen 8 ist einer von vier Hochöfen auf dem Werk in Duisburg welche flüssiges Roheisen erzeugen. In Zusammenarbeit mit dem Farbdesigner Friedrich Ernst von Garnier, hat ThyssenKrupp Steel ein Farbkonzept entwickelt.  Die Farbabstufungen  beginnend mit Schwarz im oberen Teil des Hochofens über Orange und zuletzt Gelb, soll den Temperaturverlauf im Inneren der Anlagage widerspiegeln.

Kohlenturm Förderband der Kokerei Schwelgern

Der Betriebsbereich Kokerei Schwelgern umfasst alle Anlagen einer Kokerei, von der Anlieferung der Kohle bis zum Abtransport des fertigen Kokses. Sie besitzt zwei Koksofenbatterien mit je 70 Kammern. Die vorbehandelte Kokskohle wird in diese Kammern gefüllt und von den Seitenwänden her unter Luftabschluss erhitzt. Nach dem Ende der Koksgarzeit wird der glühende Koks aus den Kammern gedrückt und in einem der beiden sogenannten Löschtürme mit Wasser abgekühlt. Danach wird der Koks noch abgesiebt und verlässt als Produkt die Kokerei.

Löschturm der Kokerei Schwelgern

Er ist längst zu einem Wahrzeichen des Ruhrgebiets geworden: der 240 m hohe Schornstein des Fernwärmekraftwerks Gelsenkirchen-Scholven, durch den die Rauchgase abgeleitet werden. Jetzt hat er ein neues Außenkleid bekommen, denn der Beton begann abzuplatzen und herunterzufallen. Er ist längst zu einem Wahrzeichen des Ruhrgebiets geworden: der 240 m hohe Schornstein des Fernwärmekraftwerks Gelsenkirchen-Scholven, durch den die Rauchgase abgeleitet werden. Jetzt hat er ein neues Außenkleid bekommen, denn der Beton begann abzuplatzen und herunterzufallen.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Gasbehälter

Gasbehälter werden genutzt, um Kokerei- und Hochofengase aufzu- nehmen und die Schwankun- gen zwischen Gasproduktion und -verbrauch zu regulieren. Außerdem wird beim Sammeln des Gases im Gasometer eine bessere Durch- mischung für einen gleichmäßigeren Brennwert erreicht. Einerseits können die Anlagen dieser Werke selbst – also etwa Winderhitzer und Ofenbatterien – mit den Gasen befeuert werden. Andererseits wird auch in die öffentliche Gasversorgung eingespeist.

Gasbehälter werden genutzt, um Kokerei- und Hochofengase aufzu- nehmen und die Schwankun- gen zwischen Gasproduktion und -verbrauch zu regulieren. Außerdem wird beim Sammeln des Gases im Gasometer eine bessere Durch- mischung für einen gleichmäßigeren Brennwert erreicht. Einerseits können die Anlagen dieser Werke selbst – also etwa Winderhitzer und Ofenbatterien – mit den Gasen befeuert werden. Andererseits wird auch in die öffentliche Gasversorgung eingespeist.

Naturzugkühlturm Nach rund 60 Jahren wurde der alte Naturzugkühlturm abgebaut und durch ein neues moderneres Model ersetzt. Mit Hilfe dieser Anlage wird das Kreislaufwasser abgekühlt, das für die Aggregate in der Stahlproduktion verwendet wird. Der in Blau-Tönen neue gestaltete Naturzugkühlturm ist mit gut 34 Metern ein Drittel kleiner als der alte Turm. Das neue System kühlt effizienter und minimiert den Tropfenauswurf außerhalb des Turms. So werden ca. 97 Prozent des in Prozessen benötigten Kühlwassers recycelt.

Insgesamt ist der externe Wasserbedarf für die Produktion am Standort Duisburg-Nord deutlich zurückgegangen. Durch einen Ausbau der internen Kreisläufe wurde dieser seit 1960 auf rund ein Fünftel reduziert. So wird zurzeit mehr als eine Milliarde Kubikmeter Wasser pro Jahr unter anderem für die Kühlung der Aggregate gebraucht. Nur rund 2,8 Prozent dieser Menge muss dabei durch Frischwasser ergänzt werden.

Duisburg – Die Schornsteine des ThyssenKrupp-Stahlwerkes sind von fast jeder Straße aus zu sehen. Sie überragen die Wohnhäuser und Kirchen im Duisburger Stadtteil Bruckhausen.